KUNST 77 Die letzten Bilder

Januar 2007

Eröffnungsausstellung im April 2005
Als im April 2005 der Ausstellungsraum KUNST77 BIS ZUM ABRISS eröffnet wurde, trug er bereits sein noch nicht genau terminiertes Ende im Namen. Nach 10 Ausstellungen ist dieses Projekt Ende August 2006 abgeschlossen.
Lange war nicht klar, ob das Gebäude weiter als Galerie bestehen bleiben könnte oder abgerissen würde. Anfang Januar 2007 musste es dann der entstehenden Tiefgarage weichen.
Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die das Projekt untestützt haben, als Künstler, Besucher oder helfende Hand bei der Umsetzung der nicht immer einfachen Projekte.
Vielen Dank, Bernd Zöllner
Artikel GENERALANZEIGER - Bonn 2.3.2007
Projekt "Kunst 77 bis zum Abriss" ist beendet
Ausstellungsraum an der Bornheimer Straße wird wie von Anfang an geplant abgerissen
Nordstadt. (bot) Aus und vorbei, was der Name schon angedeutet hat. An der Bornheimer Straße 77 sind jetzt Bagger angerückt, das Projekt "Kunst 77 bis zum Abriss" ist beendet.
Vom Ausstellungsraum steht nur noch die Front mit Schriftzug. An einer Seitenwand sind noch Zeichnungen von Nina Berkulin zu sehen - zumindest wenn man die davor gelehnten Türen zur Seite rückt. Ansonsten dreht sich auf dem Grundstück alles nur noch um die Tiefgarage für einen Neubau.
"«Kunst 77» war ein Jahr lang sehr erfolgreich", bilanziert Initiator Bernd Zöllner. Anfang des Jahres hatte der Fotograf und Künstler dann erfahren, dass es mit dem Projekt zu Ende geht. Früher einmal befand sich in dem Landenlokal, ein Flachbau, ein Ausstellungsraum der Automarke DAF. "Ich bin durch Zufall daran gekommen", sagt Zöllner.
Die Miete war klein, so konnte das Konzept umgesetzt werden: ein Raum für Kunst, die schwer verkaufbar ist. Das hat aber nicht bedeutet, dass auch das Interesse klein war. "Zuletzt waren 150 Zuschauer da", so Zöllner. Manchmal hätten auch vorbeifahrende Autofahrer gesehen, dass sich hinter dem Schaufenster etwas tut, "und haben dann gedreht".
Wer zur "Kunst 77" kam, erlebte eine Videoinstallation, Fotografien, Installationen oder Schauspiel. Zum Beispiel das Ein-Mann-Stück von Olaf Sabelus, das allerdings den ein oder anderen Nachbarn verschreckte. Während Zöllner sich nun in der Galerie E 105 an der Endenicher Straße engagiert, lebt sein Nordstadt-Projekt im Internet noch eine Weile weiter. Zu erreichen über www.kunst77.de.
(02.03.2007)
