Ausstellungsort

KUNST77 BIS ZUM ABRISS
Bornheimer Straße 77
53119 Bonn
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www.kunst77.de

Ausstellungsdaten

05.11.2005-04.12.2005

77/6 Frederice Ruhose

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Frederice Ruhose

  • 1976 geb. in Hagen
  • seit 1997 Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Mainz, Lund, Berlin und Bonn
  • 2000-2004 Studium der Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn
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Ausstellungen:

  • 2002 „Pleasureground“, Wickrath
  • 2003 Alte Germania Brauerei, Hersel
  • 2003 „Performance“ im Rahmen des Ensemblia Festivals, Mönchengladbach
  • 2004 „erledigt“ im Rahmen des Projektes „unbestelltes land“, Köln
  • 2005, Kunst 77 bis zum Abriss, Bonn
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Spreng - Sätze

Jeder kennt sie; alle benutzen sie: die feststehenden Redewendungen des Volksmundes, die unveränderliche Floskeln der Werbung, die rituellen Zaubersprüche der Märchen. Um sie kommt niemand so leicht herum. Sie geben unseren Vorstellungen und unserer Sprache einen festen Rahmen.

Die Künstlerin Frederice Ruhose macht in ihren eigenwilligen Rauminstallationen auf diesen oft unwillkürlichen Einprägungsprozess aufmerksam: In kleine und große Sprechblasen eingenäht, finden sich an und um ihre bunten Stofffiguren herum, Spuren der zersprengten Bausteine unserer Sprache. Bunte Kabel verbinden diese Spreng-Sätze mit den Figuren, verbieten ihnen den Mund. Trotz dieses aggressiven Vorgangs zeigen sich die Figuren davon seltsam unbeeindruckt: ein kleines Mädchen blickt den Betrachter selbstbewusst an, eine Frau schläft entspannt und zufrieden, eine andere steht ruhig im Raum und blickt in einen Spiegel.

Die komplexe Bilderwelt von Frederice Ruhose ist durchzogen von Widersprüchen, die zunächst unvereinbar erscheinen und sich trotzdem als ein provisorisches Ganzes präsentieren. In diesem Mikrokosmos bleibt es dem Betrachter überlassen, den ausgelegten Spuren nachzugehen, sich auf die Suche nach Zusammenhängen zu begeben und so einen eigenen Zugang zu den Arbeiten zu finden.

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Großer Andrang bei der Ausstellungseröffnung von Frederice Ruhose am 05.11.2005 mit einer Einführung von Jochen Breme.

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Holger Giebel zeigte in dem Solostück "ein Mensch Sehnsucht" seine eigene Interpretation von Frederice Ruhoses Installation.

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Impression von der Ausstellungseröffnung - gesehen von außen durch das Seitenschaufenster.