77/8 Ralf Mazura

Mazura verwendet Fotokopien als Grundstock seiner Arbeiten. Fotografierte Motive werden als streng grafische Schwarz-Weiß-Kopien umgesetzt, vergrößert, gedreht und gespiegelt. Dadurch ergibt sich ein ganz bestimmter Rhythmus, der durch die Übermalung akzentuiert, gesteigert und zusammengefasst wird.
Der Arbeitsprozess verbindet spielerisches Experimentieren mit Ordnung schaffenden Elementen. In den Vordergrund sind meist weiße oder schwarze Markierungslinien gesetzt, die den Blick anziehen und dann weiterleiten in die tiefen Gründe der Bilder. Das zunächst starre Raster wird zu einem Netz mit Ausbuchtungen und Vertiefungen. Eine schwingende Bewegung zwischen Dynamik und Statik.
Mazura, 2005
